Sonntag, 20. November 2011

"Sinti und Roma" - Fortsetzung des TV-Projekts von Jugendlichen am 25.10.2011






In der sechsten WE TV Sendung geht es um ein weiteres Thema, das mehr Öffentlichkeit braucht als es bekommt. Auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven kommen die Roma meist aus Südosteuropa nach Berlin und Westeuropa. Obwohl man in jedes europäische Land frei einreisen kann und dort leben und arbeiten darf, ist eine der größten Minderheitengruppe Europas von speziellen Vorurteilen betroffen und wird entsprechend diskriminiert. Betteln, keine Schule, keine Berufsausbildung und schwierige Wohnsituationen sind charakteristisch für hier lebende Roma.






Die Sinti hingegen leben bereits seit Jahrhunderten in Westeuropa und gestalten die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung mit. Doch auch darüber ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt. In unserer Sendung sprechen wir mit Sinti-Künstlern über ihre kulturellen Wurzeln und besonderen Erfahrungen als Angehörige einer Minderheit.




Unser Studiogast Martin Weiss stammt aus einer Familie, die besonders durch den berühmten Musiker Django Reinhardt (sein Großvater), prominent ist. Die Familiengeschichte Weiss/Reinhardt im Berliner Raum kann bis in die Zeit zurückverfolgt werden, als man noch von Spandau bei Berlin sprach. Die Interaktionen seiner Familie streifen diverse gesellschaftliche Schichten und seine eigene künstlerische Laufbahn brachte ihn mit Entwicklungen in Berührung, die Geschichte schrieben, z.B. Gründung der Sinti-Union auf dem Darmstadt-Festival 1977.




Neben ihrem eigenständigen künstlerischen Schaffen leistet die Sängerin und Autorin Dotschy Reinhardt auch kulturelle Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit. Als Sinteza war ihre Kindheit im Nachkriegsdeutschland von den Folgen des Holocaust geprägt. Als Autorin eines Buches über die Geschichte der Sinti machen Reinhardts Beiträge den Blick der Expertin deutlich, ob sie nun über persönliche Erfahrungen und historische Belastungen durch den Holocaust spricht oder beschreibt, wie wichtig es ist, dass es mit der Galerie "Kai Dikhas" (Prinzenstraße) endlich einen Ausstellungsraum für Kunst von Sinti und Roma gibt.


Moderation: Aziza Elgadam und Borislav Salatino
Produktionsteam: Adrian Tietze, Norah Schmalfuß, Can Koςyiḡit, Cihan Karaman, Dustin Althaus
Fotos: Medienkurs Sekundarschule Gräfestraße


Mit Unterstützung der „Medienanstalt Berlin-Brandenburg“ und der "Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin" zeigen wir die sechste Sendung von WE TV am Dienstag, 22.11.2011, 17.15 Uhr zum Thema „Sinti und Roma“.




Die Wiederholungen laufen am Freitag, 25.11.2011 um 17.15 Uhr und am Samstag, 26.11.2011 um 18.30 Uhr. (Dauer: 30 Minuten).


WE TV wird von „ALEX TV offener Kanal Berlin“ 2010/11 im Berliner Kabelnetz und auf http://www.alex-berlin.de/TV ausgestrahlt. Sie können sie online in der Mediathek abrufen unter: http://www.alex-berlin.de/mediathek (Suche: WETV)







Freitag, 21. Oktober 2011

„Hip Hop für den Frieden – Jugendliche engagieren sich für den interkulturellen Austausch“


 „Hip Hop für den Frieden – Jugendliche engagieren sich für den interkulturellen Austausch“

Fortsetzung des TV-Projekts von Jugendlichen am 25.10.2011 



In unserer fünften WE TV Sendung geht es um ein Thema, über das sowohl in den Medien, aber auch auf der Straße stets neu diskutiert wird. Wie steht es um die Bereitschaft sich für gesellschaftliche Ziele einzusetzen? Stimmt es, dass sich in Berlin viel zu wenig junge Menschen sozial engagieren? Bei der Recherche unserer Sendung stießen wir auf überraschend viele Aktionen in Berlin, an denen sich auch Jugendliche in großer Zahl beteiligt haben.








Im Juni 2011 gab es eine groß angelegte, friedliche Aktion in Kreuzberg gegen die rechts-populistische Bewegung „Pro-Deutschland“, die ihre Wahlkampfveranstaltung im Bezirksamt Kreuzberg abhalten wollte. Unser WE TV-Studiogast Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, wandte sich mit diesem Problem direkt an die Bürgerinnen und Bürger. Die reagierten sofort und bereiteten zwei Monate lang die gewaltfreie Aktion „Bunt statt Braun“ gegen Rechts vor.



Herr Schulz berichtet darüber, wie es Anwohnern gelang die Versammlung von "Pro Deutschland" zu verhindern. Durch die gewaltfreie Blockade, an der sich viele junge Leute unter anderem mit Musikprojekten wie Hip Hop und Rap beteiligten, habe sich das interkulturelle Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger im Bezirk gesteigert.


Anfang Juli 2011 fand ein internationales Festival in Berlin statt: Im Olympiastadion kamen tausende Menschen aus aller Welt zusammen, um sich für die interkulturelle Verständigung und eine friedliche Welt einzusetzen. Anlass des internationalen „World Culture Festivals“ mit Teilnehmern aus rund 150 Ländern, war das 30. Jubiläum der Organisation „Art of Living Foundation“. Zwei der Vertreter, Britta Steiger und Christoph Köllner, sind bei WE TV zu Gast im Studio.




Sie schildern, wie es der Organisation „Art of Living“ in 30 Jahren gelang eine große Anhängerschaft weltweit für sich zu gewinnen. Allein die Realisation des Festivals war nur durch unzählige freiwillige Helfer möglich. Viele von ihnen waren Jugendliche. Gerade im Bereich der Anti-Gewalt-Prävention geht „Art of Living“ neue Wege und ist Vorreiter.



Sri Sri Ravi Shankar, der Begründer von „Art of Living Foundation“, wird international von hochrangigen politischen Vertretern und Vertreterinnen als politisch engagierter Mensch gewürdigt, der sogar für den Friedensnobelpreis nominiert ist. Unsere Talkshowgäste geben Auskunft darüber, welche Rolle der Inder Sri Sri Ravi Shankar international spielt, dem es gelang verfeindete Parteien aus dem Irak, von der Elfenbeinküste, aus Kaschmir und aus Bihar an einen Verhandlungstisch zu bringen.



Mit Unterstützung der „Medienanstalt Berlin-Brandenburg“ und der "Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin" zeigen wir die fünfte Sendung von WE TV am Dienstag, 25.10.2011, 17.15 Uhr zum Thema „Hip Hop für den Frieden – Jugendliche engagieren sich für den interkulturellen Austausch“ (Dauer: 30 Minuten).



Die Wiederholungen laufen am Freitag, 28.10.2011 um 17.15 Uhr und am Samstag,
29.10.2011 um 18.30 Uhr bei "Alex TV Offener Kanal Berlin" (Berliner Kabelnetz: SK 8 Kabel Deutschland) und http://www.alex-berlin.de/TV



Unsere WE TV Sendungen können sie auch online in der Mediathek abrufen

unter: http://www.alex-berlin.de/mediathek (Suche: WETV)
























Freitag, 14. Oktober 2011

Filmreihe in MitmachCafé: Filme zeigen Welten

Informationen: Nijinski.Arts@gmx.de, Telefon: 030-6120 9099, Mobil: 0162-949 1029 (Katharina La Henges) und www.joliba.de ; Telefon:  030-2250 2401 (Sultan Dag) oder  030-610 76 802 (Katharina Oguntoye) 

Samstag, 24. September 2011

WeTV - Jugendliche für Toleranz



Fortsetzung des TV-Projektes von Jugendlichen am Dienstag, den 27.09.2011



In der vierten WE TV-Sendnung geht es um die Folgen nationaler Homogenisierungspolitik, anhand des Völkermordes an den Armeniern und der Unterdrückung der kurdischen Minderheit in der Türkei und Syrien. Als Talkshowgäste wirken der ehemalige Bildungsminister von Brandenburg Steffen Reiche, Elke Hartmann, Osmanistin an der FU und der Kurdologe Siamond Hajo mit. 


Das Gespräch dreht sich um die historischen Ursachen der Diskriminierung beider Völker und um deren Folgen für die Entwicklung der Armenier und Kurden. Steffen Reiche erläutert, warum er die Aufarbeitung des Genozids, der weiterhin von der türkischen Regierung verleumdet wird, in den Lerhplan deutscher Schulen fordert. 


Als weiteres Hintergrundsmaterial werden zwei Personenporträts gezeigt. Zum einen spricht der kurdische Filmemacher Miraz Bezar darüber, wie er die Unterdrückung seines Volkes in seinem ersten Spielfilm "Min Dit - die Kinder von Diyarbakir" (2010) zum Thema macht. Auf Festivals in der Türkei wurde der Film bereits heiß diskutiert. Es ist der erste Film, der in kurdischer Sprache gedreht wurde. 

Das andere Personenporträt handelt von der Armenien-Französin Christine Gardon, deren Großvater Victor Gardon den Familienroman "Le Vanetsi" über den Genozid in der armenischen Hauptstadt Van geschrieben hat. 


Wir zeigen die vierte Sendung von WE TV am Dienstag, 27.09.2011, 17.15 Uhr
Die Wiederholungen laufen am Freitag, 30.09.2011 um 17.15 Uhr und am Samstag, 01.10.2011 um 18.30 Uhr. (Dauer: 30 Minuten).

WE TV wird von „ALEX TV offener Kanal Berlin“ 2010/11 im Berliner Kabelnetz ausgestrahlt. Sie können WETV auch per live-stream verfolgen unter
http://www.alex-berlin.de/TV oder nach der Ausstrahlung  in der Mediathek abrufen unter: http://www.alex-berlin.de/mediathek (Suche:WETV)



Moderation: Felicia Aghaye und Narjes Pauels
Produktionsteam: Lukas Blum, Theo Gardon, Ecem Güner, Susan Alkhodor, Can Koςyiḡit, Borislav Salatino
Foto Still: Ras Adauto
Assistent: Leon Oranian
Produktionsleitung: Katharina La Henges
Redaktion: Mischa Franke


WETV wird unterstützt von der „Medienanstalt Berlin-Brandenburg“ und der "Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin":
























Mittwoch, 24. August 2011

WETV - Fortsetzung des TV-Projekts von Jugendlichen am Dienstag, dem 30.08.2011

In der dritten WE TV-Sendung 2011 geht es um ein gerade erschienenes Buch, mit dem neue Konzepte für das Zusammenleben von vielfältigen Kulturen in die verfahrene Debatte über das Einwanderungsland Deutschland eingebracht werden sollen.



Ausgangspunkt für das Buch waren zwei Konferenzen im Berliner Haus der Kulturen der Welt. 2009 organisierte Susanne Stemmler, Herausgeberin und Leiterin des Bereiches Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft im HKW, eine Konferenz mit Experten aus klassischen Einwanderungsländern wie Südamerika, Australien und den USA. 2011 fand am gleichen Ort eine Konferenz zum Thema Islam statt, die ein großes Publikum anzog.

Aus den Konferenzbeiträgen von 36 renommierten Wissenschaftlern, Poltikern und Künstlern aus Amerika, Australien, Frankreich, Ghana, Brasilien und der Türkei entstand das Buch "Multikultur 2.0 - Willkommen im Einwanderungsland Deutschland" im Wallstein Verlag. Es wurde am 3. Mai 2011 von Claudia Roth, Parteivorsitzende der Grünen, der Politikwissenschaftlerin Nevim Cil und von der Herausgeberin Susanne Stemmler vorgestellt.

WE TV hat diese Diskussionsveranstaltung aufgezeichnet und präsentiert nun ausgewählte Beiträge von Claudia Roth, Nevim Cil und Susanne Stemmler in einer Talkshow, die von Studentinnen der Sozialwissenschaften moderiert wird.



Unser Studiogast ist Riza Baran, prominenter Vertreter der ersten Generation von Zuwanderen aus der Türkei. Baran ist seit den neunziger Jahren Mitglied der Grünen in Kreuzberg und gilt als Urvater von Migrationsbeiräten.



Ausserdem dabei ist Alke Wierth, früher Moderatorin bei Radio Multikulti, heute Lokalreporterin bei der taz. Im Gespräch mit den Studiogästen geht es um neue Perspektiven im interkulturellen Zusammenleben und um die Neubesetzung von Begriffen. Besonders spannend ist zum Beispiel die Diskussion um "das neue Wir".



Mit Unterstützung der „Medienanstalt Berlin-Brandenburg“ und der "Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin" zeigen wir die dritte Sendung von WE TV am Dienstag, 30.08.2011, 17.15 Uhr zur Buchpremiere "Multikultur 2.0 - Willkommen im Einwanderungsland Deutschland".




Bis Ende des Jahres 2011 werden Jugendliche drei weitere WE TV-Sendungen produzieren.



Erstausstrahlung unserer neuen WE TV Sendung ist am Dienstag, 30.08.2011, um 17.15 Uhr. Die Wiederholungen laufen am Freitag, 02.09.2011 um 17.45 Uhr und am Samstag, 03.09.2011 um 18.30 Uhr. (Dauer: 30 Minuten). Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung.