Dienstag, 16. Dezember 2008

Jugendliche aus dem Wrangelkiez gewannen mit Filmprojekt beim Jugendforum einen Preis



Der Verein Yekmal e.V. hat mit der Filmwerkstatt für Jugendliche zur Geschichte der kurdischen und türkischen Migranten in Kreuzberg einen Preis gewonnen. Am 6. Dezember wurde es auf dem 8. Jugendforum im Berliner Abgeordnetenhaus als interessantestes Zeitensprünge-Projekt mit einem auf 500 € dotierten Preis ausgezeichnet.

In der Filmwerkstatt haben sich die Jugendlichen sowohl mit ihrer eigenen Migrationsgeschichte befasst als auch ihre Dimensionen bis in die Gegenwart verfolgt. Sie besuchten und filmten (berufstätige) Nachbarn, Selbsthilfeorganisationen, eine Moschee und ein Heimatmuseum, um Spuren und Antworten zu finden. Im Mittelpunkt stehen dabei Orte, die den Jugendlichen etwas bedeuten.

Frau Klebba, die Vorsitzende der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin: „Die Migration in Kreuzberg nachspüren und die eigene Herkunft zu entdecken, machten sich die Jugendliche aus dem Wrangelkiez zur Aufgabe. Ein gelungenes Projekt mit der Perspektive auch auf die eigene Herkunftsgeschichte.“ Die Jury betonte als Grund ihrer Wahl weiter, dass das Projekt in überzeugender Weise die Kriterien des Jugendgeschichtsprogramms „Zeitensprünge“ der Stiftung Demokratische Jugend und des Programms respectABEL der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung erfüllt hat.

Der Erfolg des Projektes wird Anfang des nächsten Jahres mit einer Filmvorführung im Nachbarschaftshaus gefeiert.

Konzeption und Leitung des Projektes: Katharina La Henges (Filmemacherin und Medienpädagogin von Nijinski Arts)

Kontakt: Nijinski.Arts@gmx.de

Samstag, 22. November 2008

Wir sind Kreuzberg


NAI unterstützte dieses Jahr ein medienpädagogisches Projekt mit Jugendlichen aus dem Bezirk Kreuzberg durch Bereitstellung eines mobilen Schnittplatzes. Die Filmwerkstatt Wir sind Kreuzberg wurde von unserer Mitarbeiterin Katharina La Henges im Rahmen des Jugendgeschichtsprogramms Zeitensprünge der Stiftung Demokratische Jugend und des Berliner Landesprogramms respectABEL realisiert. Das Projekt beschäftigte sich mit der türkischen und kurdischen Geschichte des Stadtviertels. Als Ergebnis hat die Jungengruppe des Yekmal e.V. – Verein der Eltern aus Kurdistan eine filmische Dokumentation hergestellt, die Informationen über Menschen zugänglich macht, die zur Zuwanderungsgeschichte Kreuzbergs gehören. Die Interviews werden mit Bildern aus dem Bezirk verbunden, die den Jugendlichen besonders gefallen. Sechs Interviewpartner geben Auskunft darüber woher sie kamen, warum sie hierher kamen, was sie hier tun und was ihnen an Kreuzberg gefällt? Für das Projekt wurde eine Videokamera des BITS21 / Medienkompetenzzentrum Friedrichshain-Kreuzberg verwendet. Einige Bilder entstammen auch dem Photoapparat, mit der das Programm Zeitensprünge die Jugendprojekte ausstattet.

Die Interviewpartner waren:

EMOKA, Jugendlicher aus dem Wrangelkiez

SIRRI INCI, ein Cafébetreiber aus der Wrangelstraße,

RIDWAN OTHMAN und SCHENGÜL ÖZDEMIR, zwei Vertreter des Yekmal e.V. – Verein der Eltern aus Kurdistan

SERAP KÜGÜK, Sprachlehrerin im Nachbarschaftshaus Centrum / Wrangelkiez

ZEHRA YILDIZ , lebt in der Oranienstrasse und arbeitet im Kreuzbergmuseum

IBRAHIM OKUDUCI, Geschäftsführer des Kurdischen Zentrums / Kottbusser Tor

Das Projekt wurde von der Jungengruppe des Yekmal e.V. realisiert. Die Macher sind Seyit, Emre, Ramazan und Emoka. Sie sind zwischen 13 und 16 Jahren alt. Der Verein der Eltern aus Kurdistan Yekmal e.V. sitzt im Nachbarschaftshaus Centrum Cuvrystraße 13/14 in 10997 Berlin.


Video: "Wir sind Kreuzberg"

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Fotos-Show: Yekmal Jungengruppe